
Die Gründer der Stiftung Gemeinde ohne Mauern international, Wayne und Irene Negrini, erhielten einen klaren Ruf, als sie noch jung im Glauben waren. Dieser Ruf wurde im Laufe der Jahre mehrmals deutlich wiederholt: Sie sollten die Reformation weiterführen, die Martin Luther ein halbes Jahrtausend zuvor begonnen hatte. Luthers Betonung lag auf der Gnade Gottes, eine zu seiner Zeit vergessene, biblische Wahrheit.
Da Negrinis selbst die Kraft der Gnade in ihrem Leben mächtig erfahren hatten, war diese seither ihre Motivation, wo immer sie wohnten, ob in Kalifornien, Holland oder in der Schweiz. Täglich dienten sie Menschen in Not, ohne sie für ihre Vergangenheit zu verurteilen. Sie nahmen Menschen in ihr eigenes Haus auf und versorgten sie im natürlichen wie auch im geistlichen und seelischen Bereich. Im Frühling 1994 rief Gott Negrinis nach Wehingen, ins Saarland, Deutschland, wo sie die ehemalige Grundschule kauften.
Dort führten sie diesen Lebensstil weiter.
Daraus erwuchs mit der Zeit eine einzigartige Bewegung, die sie selbst erstaunte. Mehr und mehr Menschen hatten das Verlangen mit ihren Familien in diesem kleinen, ländlichen Dorf Wehingen zu wohnen. Allmählich begannen die Gründer Gottes Plan zu erkennen: Hier waren Leute, die bereit waren, alles hinter sich zu lassen und sich entschieden, als bewusste Christen in dieser Gemeinschaft zu leben und eifrig an einer Neuorientierung ihres Lebens zu arbeiten. Sie bauen Beziehungen fürs Leben in einer Art Bund, jedoch ohne strenge Regeln oder Anordnungen. Obwohl Negrinis nie eine Gemeinde gründen wollten, entstand diese als eine Folge der wachsenden Jüngerschaftsbewegung. Der Schwerpunkt liegt daher nicht auf Gebäuden und Organisationsstrukturen, sondern auf der Förderung geistlichen Lebens in lebendigen Zellen. Das Reich Gottes in Menschen zu bauen, sie in die geistliche Reife zu führen (Eph. 4, 13) ist Negrinis Berufung und Vision. Nach diesem Prinzip entwickelte sich über die Jahre eine Gemeinschaft mit vielen Facetten und Diensten.
In einer Krise können Menschen geistliche und physische Hilfe und Schutz finden. So können sie bedingungslose und ansteckende Agape-Liebe kennen lernen. In einer familiären Atmosphäre erfahren sie persönliche Annahme und Zurüstung sowie göttliche Wiederherstellung. Christen lernen die Bedeutung einer bewussten Beziehung zu Jesus und dem Heiligen Geist kennen, sie erfahren ganzheitliche Heilung und geistliche Autorität - viele von ihnen werden starke Leiter. Geistliches Leben wird in der Gemeinschaft sowie in sozialen und humanitären Diensten sichtbar. Auch in unserer Zeit erneuert Gott Seine Gemeinde.
Reformation findet täglich statt – Gott sei alle Ehre!
In einer fünfteiligen Serie erzählen die Gründer der Stiftung Wayne und Irene Negrini ihr Zeugnis.
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